Für Klienten die wegen einer Gewaltstraftat verurteilt wurden besteht die Möglichkeit, an einem Anti-Gewalt Training oder einem Anti-Aggressionstraining teilzunehmen. Die Trainings werden durch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der Dienststellen bzw. in Kooperation mit externen Trainern oder Einrichtungen angeboten und bedienen sich unterschiedlicher Konzepte. Sie richten sich in der Regel an Erwachsene Klienten, da  die Trainings für Jugendliche den Aufgabenbereich der Jugendhilfe fallen. In einzelnen Bezirken wird das Anti-Aggressionstraining aber auch für Jugendliche angeboten. Die Maßnahmen haben eine systematische Desensibilisierung in unterschiedlicher Form und Ausprägung zum Ziel. Dabei geht es  um eine Auseinandersetzung mit der begangenen Straftat, eine Kosten-Nutzen-Analyse, Körpersprache/-arbeit, Emotionstraining, Opferempathie, Entspannungsübungen und Deeskalationsstrategien. Die Teilnehmer sollen lernen, mit ihren Aggressionen umzugehen. Sie sollen Provokationen erkennen und aushalten können sowie  ihr eigenes Handeln in bestimmten Situationen kontrollieren können.

Die Teilnahme erfolgt in der Regel im Rahmen einer gerichtlichen Weisung. Vielerorts besteht für die Staatsanwaltschaft in einem Strafverfahren wegen einer Gewaltstraftat die Möglichkeit von dem § 153 a StPO Gebrauch zu machen, wenn dem Angeklagten aufgegeben werden kann, an einem Anti-Gewalt Training/Anti-Aggressionstraining teilzunehmen.

Das Anti-Gewalt Training wird für Erwachsene regelmäßig angeboten in den Dienststellen Coesfeld, Ahaus, Bocholt und Rheine.

Das Anti-Aggressionstraining wird für Jugendliche regelmäßig  angeboten in der Dienststelle Coesfeld.